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19.03.2017

Gleiswendel - Theoretische Gedanken

Filed under: Allgemein — Tags: — Thomas @ 23:03

Wie könnte man einen Gleiswendel mit Märklin Metallgleise bauen? Als erstes Problem fällt mir da die benötigte Steigung ein. Es soll natürlich schnell an Höhe gewonnen werden. Aber die Steigung darf nicht zu stak sein, sonst schafft es die Lok noch, oder die Waggons entgleisen.

In vielen Büchern lese ich etwas von einer maximalen Steigung von 5% auf gerade Strecke. Nun hat ein Wendelkreis keine geraden Strecken. In Kurven wird immer mal eine maximale Steigung von 3% angegeben. Ehr weniger. Da der Gleiswendel eine einzige Kurve ist, würd ich zu 2% tendieren.

Nur haben die Metallgleise einen fixen Kreisradius, und können nicht wie die Kunststoffgleise in beliebig weiten Kreisen verlegt werden.
Wie viel Prozent Steigung ergibt sich für den Normalradius bei minimaler Durchfahrtshöhe für Oberleitungsbetrieb?

Es gibt Normalkreis 5100 mit 36cm Radius. Den Parallelkreis 5200 mit 43.7cm Radius. Und den Industiekreis mit 5120 mit nur 28.6cm Radius. Aber das Industriegleis ist nicht geeignet. Es lassen sich nur kleine Loks und Waggons darüber fahren. Alle anderen entgleisen. Es wurde von 1953 bis 1957 auch der Großkreis I und II mit einem Radius von 53.5cm und 58.5cm gefertigt. Aber die Gleise konnten sich wohl wegen dem Platzbedarf und Preis nicht halten. Ich bezweifle auch, dass diese Gleise sich heute in einem guten Zustand heute noch aufzutreiben sind. Also bleibt nur der Normal- und Parallelgleis.

Als Durchfahrtshöhe nehme ich 9cm an. Auch hier gibt es stark unterschiedlich schwankende Angaben. Je nach Lok, Gleise und lichter Raum der für die Hand Gottes frei bleiben muss, um die entgleisten Züge wieder einzusetzen. Und das passiert öfter als einem lieb ist...
Eine Steigung von 2% bedeutet 2cm Höhenunterschied auf 100cm Länge. Für 9cm braucht es also 450cm. Das ist schon ganz schön viel. Ein Normalkreis mit 36cm Radius hat einem Umfang von 226.2cm. Also viel zu wenig. Ein Normalkreis Kreis müsste eine Steigung von ca. 4% haben.
Versuchen wir es mit dem Parallelgleis. Durch den größeren Radius ergibt sich auch ein größerer Umfang von 274.6cm Das ist nicht wirklich mehr und entspricht einer Steigung von 3.3%.

Wir müssen den Gleisradius irgendwie größer bekommen, aber gleichzeitig nur die vorhandenen Gleise nutzen. Abwechselnd ein gerades Gleis und ein gekrümmtes könnte funktionieren. Hier ist der Einsatz moderner Software gefragt 😉

Mit Wintrack habe ich zwei weitere Radien gebaut. Einen mit 52cm und einen mit 59cm. Das entspricht einer Steigung von 2.8% bzw. 2.4%. Ich denke, größere Radien machen keinen Sinn mehr. Der Aufbau wird ja schon 1.5m im Durchmesser. Ein Nachteil ist, dass der Zug dann immer ein Stückchen gerade aus fährt, dann wieder ein Stück Kurve, dann wieder gerade aus. Das wackelt dann so.
Die Gleise müssen aber 1a Top in Ordnung sein. Über jeder Verbindung muss der Zug sauber drüber fahren.

gleiswendel

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